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25.04.2013

Wutbürger-Barometer: Die Aufreger-Themen im April 2013

Managergehälter und die Stärkung der Europäischen Union zu Lasten Deutschlands sind zur Zeit die Themen, über die sich die Deutschen am leichtesten empören. Das zeigt das aktuelle Wutbürger-Barometer der Kommunikationsberatung Faktenkontor und des Marktforschers Toluna. Bei welchen weiteren Themen Kommunikatoren auf starke, emotionalisierte Widerstände vorbereitet sein sollten, zeigt die Top 10 der Aufreger-Themen der Deutschen im April 2013:


  1. Höhere Managergehälter
  2. "Stärkung der Europäischen Union zu Lasten Deutschlands"
  3. Politiker-Diäten
  4. Schuldenunion in der EU
  5. Solidaritätszuschlag
  6. Rente mit 67
  7. Tierversuche zu Forschungszwecken
  8. Atomkraft
  9. personalisierte Werbung im Internet
  10. CO2-Speicherung in der Erde

Seit dem letzten Ranking sind damit „personalisierte Werbung im Internet“ und die „CO2-Speicherung in der Erde“ neu in die Top 10 aufgestiegen. Platz gemacht haben dafür die Vorratsdatenspeicherung, die auf Platz 13 fiel, und die PKW-Maut, die jetzt auf Rang 15 liegt.

Höhere Managergehälter sorgen bei Hausfrauen und Hausmännern für die stärkste Ablehnung. Am geringsten ist sie unter Studenten – die Nachwuchs-Akademiker hoffen vielleicht, in Zukunft selbst in den Genuss der Top-Einkommen zu gelangen. Allerdings regen sich die Studierenden auch insgesamt weniger über die Top 10-Themen auf als der Durchschnittsbürger. Lediglich über „Tierversuche zu Forschungszwecken“ empören sie sich deutlich stärker und über eine mögliche „Schuldenunion in der EU“ etwas mehr. Am wenigsten Ärgern sich die Studenten über den Solidaritätszuschlag – den findet die Mehrheit von ihnen sogar gut.

Bei welchen aktuellen Themen Pressestellen besonders mit einer Empörungswelle rechnen müssen - zeigt das Wutbürger-Barometer im Vierteljahres-Rhythmus. Dafür befragt der Marktforscher Toluna im Auftrag des Faktenkontors 1.000 Deutsche in einer repräsentativen Umfrage zu 50 Themen. Die Ergebnisse erfahren Sie im ThinkTank-PR Newsletter. Das nächste Wutbürger-Barometer erscheint in der Juli-Ausgabe.

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25.04.2013

Facebook verliert junge Nutzer

Mit Facebook Home versucht der Zuckerberg-Konzern ganz vorn auf dem Smartphone und im Gedächtnis der User zu sein. Denn das mobile Web bringt das Netzwerk in die Bredouille – besonders die jungen Nutzer siedeln um zu Mobile-Messaging-Diensten wie Whats App oder MessageMe. Zuwachs gab es nur in der Altersgruppe 45+.


Insgesamt büßte Facebook in Deutschland über die letzten drei Monate mehr als 300.000 Nutzer ein und verzeichnete die meisten Verluste bei der Altersklasse 25-34 Jahre mit ca. 120.000 ausgetragenen Nutzern. Für sie verliert das soziale Netzwerk allmählich seinen Status als zentrale Schnittstelle für alle sozialen Aktivitäten – Messaging läuft jetzt über Whats App, Fotos werden per Snapchat geteilt und auf Twitter kann der gesamte Freundeskreis auf einmal angesprochen werden. Facebook reagiert auf diesen Trend, versuchte sich vergebens mit einer Snapchat-ähnlichen Applikation und baut zurzeit seinen internen Messenger mit einer Sprachfunktion aus. Auch mit Zuckerbergs neuestem Vorhaben „Facebook Home“, will er sein Netzwerk weiter nach vorn treiben.

Trotz des demografischen Wandels ist Facebook mit etwa 12,5 Millionen Nutzern in Deutschland mit Abstand das größte soziale Netzwerk und das Vergreisen der Netzwerke ist auch bei anderen Anbietern zu sehen. Die größte US-Konkurrenz Tumblr hat sich auf dem deutschen Markt (noch) nicht etabliert. Das Verlangen der Nutzer nach mehr Privatsphäre und einfacher Bedienung treibt jedoch die Konkurrenz an, die auf eine noch ausstehende Massenabwanderung von Facebook-Nutzern spekulieren.

PR-Verantwortliche müssen also bei ihren Social Media-Aktivitäten nicht nur die Vorteile der Plattformen kennen, sondern auch mit deren Nutzerstruktur vertraut sein. Auf kleineren, dafür aber zielgruppengerechten Plattformen erreicht man zwar weniger User, trifft aber auf einen sehr aktiven Kern. Community-Panels sind in dieser Hinsicht eine geeignete Lösung für gezielte und bereichernde Online-Kommunikation. Es lohnt sich also einen Blick über den Tellerrand zu werfen.

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25.04.2013

Lost in Translation – Pressemeldung übersetzt und Inhalt verloren

Kommunikation außerhalb der Muttersprache ist ein gefährlicher Drahtseilakt. Insbesondere bei kniffliger Krisen-PR muss darauf geachtet werden, dass es in der Übersetzung zu einer möglichst geringen sprachlichen Verschiebung kommt. Das Beispiel der Krisenkommunikation von BP zur Havarie der Ölbohrplattform „Deepwater Horizon“ im April 2010 zeigt, dass bereits subtile Änderungen im Text zu einer veränderten Wahrnehmung führen können.


Ein Übersetzungsvergleich der veröffentlichten Presseinformationen veranschaulicht die verschiedenen Nuancen der deutschen und englischsprachigen Formulierungen.

Vorgehensweise: Militär oder Management

In der englischen Sprache stellt sich das Treibstoffunternehmen als eine proaktive, militärische Einheit dar, die es sich zum Ziel gemacht hat die Ölkatastrophe zu bekämpfen.

On the surface, BP continues to aggressively move forward with its oil spill plan.

Im deutschen weicht dieses Bild einer leicht abgeschwächten Formulierung, in der BP mehr Managementteam als Militäreinheit ist.

An der Wasseroberfläche setzt BP ihren Einsatzplan zur Ölbekämpfung weiter energisch um.

Der deutsche Satzbau lässt BP oft in die Satzmitte verschwinden, wobei das Unternehmen in den englischen Originalen meist am Anfang der Satzes steht. Die Aufmerksamkeit der deutschen Leser wird so auf die Handlungen gelenkt und stellt BP nicht ins Zentrum.

BP also today began preparations to drill a relief well into the MC252 exploration well following the arrival on site of the Transocean Development Driller III.

Mit Eintreffen des Bohrschiffes Transocean Development Driller III hat BP darüber hinaus heute damit begonnen, eine Entlastungsbohrung in das Bohrloch MC252 vorzunehmen.

Außerdem wird in den englischsprachigen Presseinformationen fast ausschließlich aktiv formuliert. In den Übersetzungen finden sich jedoch vermehrt Passivkonstruktionen. BP rückt dadurch im deutschen als Akteur weiter in den Hintergrund.

Remotely-operated vehicles are monitoring the well and riser. Monitoring has detected an additional leak on the riser closer to the well. ROVs also continue to methodically work through procedures aimed at subsea activation of the blow-out preventer on the MC252 well.

Über ferngesteuerte Unterwasserrobotor [sic] wird die Lage am Bohrloch selbst wie auch am Steigrohr genau beobachtet. Dabei ist ein zusätzliches Leck im Steigrohr entdeckt worden, und zwar nahe am Bohrloch. Die Unterwasserroboter werden darüber hinaus auch mit dem Ziel eingesetzt, den Blowout Preventer am Bohrloch MC252 zu aktivieren.

Die Beispiele zeigen, dass selbst die kleinsten sprachlichen Unterschiede Unternehmen in ein komplett anderes Licht rücken können. Solche Verschiebungen sollten also bei jeder Übersetzung vorsichtig durchdacht werden. Außerdem ist es von großer Wichtigkeit sich die (Text-) Kultur des Landes vor Augen zu führen, um nicht in sprachliche Fettnäpfchen zu treten.

Ein Wörterbuch allein reicht für eine erfolgreiche Übersetzung nicht aus. Zwischen den Sprachen kann viel verloren gehen. Nur mit einem feinfühligen Sprachverständnis lassen sich Formulierungen nicht nur sinngemäß, sondern auch auf ideeller Ebene übersetzen

Hintergrundinformationen:

Dieser Artikel basiert auf der Analyse von Prof. Dr. Claudia Böger, Jekaterina Nikitin und Antonia Unger, die im Krisenmagazin 02/12 veröffentlicht wurde. Die Pressemitteilungen wurden zum Vergleich von der englisch- und deutschsprachigen Unternehmenswebseite von BP bezogen.

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25.04.2013

Phaser zu Pflugscharen: Fliegende Drohnen im PR-Einsatz für Raumschiff Enterprise

Ohne Vorwarnung steigen plötzlich 30 unbemannte Mini-Helikopter über der Londoner Innenstadt auf, ziehen als leuchtende Punkte neben der Tower-Bridge mysteriöse Bahnen. Kampfdrohnen im Anti-Terroreinsatz? Nein – diese UFOs kommen in Frieden. Und wollen uns einladen - ins Kino.

Die ungewöhnlichen Flugobjekte zauberten mit LED-Scheinwerfern das Star-Trek-Logo an den britischen Nachthimmel, um auf den neusten Kinofilm der langlebigen Science-Fiction-Reihe aufmerksam zu machen. Und bescherte so auch einem deutschen Unternehmen eine enorme Presseresonanz.


Bei unbemannten Flugkörpern, auch Drohnen genannt, denken viele in erster Linie ans Militär. Aber solche Drohnen bieten auch zahlreiche zivile Einsatzmöglichkeiten. Eine besonders einfallsreiche bescherten Künstler des österreichischen Ars Electronica Futurelab am 23. März einer überraschten Londoner Öffentlichkeit: Mit ihren LED-Scheinwerfern bildeten 30 computergesteuerte Quadrocopter das Star Trek Logo, um auf den kommenden Kinofilm „Star Trek into Darkness“ aufmerksam zu machen. Die Resonanz war groß: Neben zahlreichen anderen berichteten unter anderem die britische Daily Mail, die FAZ und Der Spiegel auf ihren Online-Präsenzen. Das offizielle Youtube-Video zur Aktion wurde, obwohl sehr einfach gehalten, in den ersten zwei Wochen mehr als 200.000 Mal angeschaut.

Das schwebende Logo bescherte nicht nur dem Film und den Künstlern eine breite Öffentlichkeit – auch die Firma Ascending Technologies aus dem bayerischen Krailing freut sich über den PR-Erfolg. Sie stellt die „Hummingbird“ genannten Quadrocopter her, die die Linzer Künstler einsetzten.

„Wenn andere Unternehmen erzählen, sie hätten mit einer Aktion 20 Prozent mehr Traffic auf ihrer Internetseite erzeugt, sagen wir nur: Hmphf“, freut sich Stefan Eichhorn, Leiter Vertrieb und Marketing bei Ascending Technologies, „denn in den ersten drei Tagen nach der Star-Trek-Logo-Aktion haben sich die Zugriffe auf unsere Homepage verzehnfacht.“ Auch das Auftragsvolumen sei gestiegen – aber wie stark, das bleibt ein Betriebsgeheimnis. Eichhorn rechnet auch damit, dass die Spitze der Neu-Aufträge noch nicht erreicht ist: „Unsere Fluggeräte sind in erster Linie für professionelle Luftaufnahmen und wissenschaftliche Forschung konzipiert – in diesen Bereichen sind die Entscheidungswege sehr lang.“ Was Forscher aus den kleinen Fliegern aus Bayern an beeindruckenden Flugmanövern herausholen, hat der Hersteller auf seinem Youtube-Channel zusammengestellt.

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25.04.2013

Die Renaissance des Blogs

Beim Ränkespiel um die beliebtesten Social Media-Plattform steigt in den USA eine fast in Vergessenheit geratene Anwendung wieder in den Ring: Der Blog. Der Microblogging-Dienst tumblr wird den Web 2.0-Giganten Facebook und Co. gefährlich und punktet mit einfacher Bedienung und hochwertigem visuellen Content. Ob sich ein Wechsel lohnt, lesen Sie in diesem Praxisbeitrag.


Die amerikanische Microblogging-Plattform wurde bereits 2007 gegründet und verzeichnet seitdem rund 75 Millionen angemeldete Blogs. Nach einem starken Anfangsjahr stand tumblr für eine Weile im großen Schatten der aufstrebenden Konkurrenten Twitter und Facebook, doch mittlerweile ist die Plattform wieder in aller Munde. Eine Studie vom amerikanischen Marktforschungsunternehmen Survata besagt: 59 Prozent der 13 bis 25-Jährigen in den USA gaben an, tumblr intensiv zu nutzen. Damit verdrängte die Plattform Facebook von der Spitzenposition, die im gleichen Altersbereich 54 Prozent einholten. Die Umfrage zeigt einen interessanten Trend: tumblr ist in – und punktet mit benutzerfreundlicher Bedienbarkeit.

Was überzeugt bei tumblr?

Die Zeit, die man zum Erlernen der Plattform benötigt, ist im Gegensatz zu anderen Social Media Kanälen bei weitem geringer (egal auf welchem Gerät). Wer bei tumblr seinen Blog optisch aufpeppen möchte, braucht keine detaillierten HTML und CSS Kenntnisse mehr. Die gesamte Benutzeroberfläche lässt sich schnell und ohne viel Aufwand nach den eigenen Wünschen verändern und gestalten. Unkompliziert können neue Artikel verfasst werden – in Form von Text, Foto, Link, Chat, Zitat, Audio- oder Videocontent  und mit dem bereits bekannten Hashtag –Prinzip verlinkt werden.

Hinzu kommt die Möglichkeit, dass man die eigene tumblr-Seite auch unter einer selbst gewählten Domain betreiben kann. Das erlaubt in dieser Form kein anderer Blog-Dienst. Was tumblr vom Blog zur Social Media Plattform macht, sind die Funktionen wie rebloggen, abonnieren oder liken, die man bereits von den populäreren Konkurrenten kennt. Das Motto ist auch hier: Alles Teilen, was einem im Web so über den Weg läuft. Inhalte können natürlich auch von anderen Plattformen wie flickr integriert werden.

Ein Bild sagt mehr als 1.000 Presseinformationen

Im Zentrum der Aktivitäten von tumblr steht vor allem der visuelle Content. Wortlastige Blogbeiträge finden sich dort eher selten, der Fokus liegt ganz klar auf Fotos & Bewegtbilder. Hier bietet tumblr für Unternehmen eine ernsthafte alternative Ergänzung in der Unternehmenskommunikation.  Betriebsspezifische Informationen wie Pressemitteilungen oder Produktvorstellungen können hier mit multimedialen Inhalten abwechslungsreich aufbereitet werden. Bilder sollten hierbei aber mehr in den Mittelpunkt rücken, der beigefügte Text nur unterstützende Wirkung haben. Mit Einbindung der Gäste vor Ort könnte tumblr neben Facebook, Pinterest & Co. eine gefragte Plattform zum Austausch von Informationen und Eindrücken werden á la “share what you like” – mit entsprechend hohem Inspirationscharakter.

Ein auf den ersten Blick gleich auffallender Vorteil von tumblr gegenüber anderen (kostenlosen) Anbietern liegt definitiv in der kurzen Zeit, die man zum Erlernen der Funktionen benötigt. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Beliebtheit von tumblr vor allem in Deutschland weiter entwickelt.

 

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21.03.2013

Werbung verliert, Marketing erodiert, PR gewinnt

Was bis vor kurzem schwer vorstellbar war, zeigt eine neue Studie des Faktenkontors sehr deutlich: Die Werbung verliert an Relevanz zu Gunsten von Marketing und Pressearbeit. 69 Prozent der Topentscheider aus großen deutschen Unternehmen sehen eine wachsende Bedeutung des Marketings in den nächsten drei Jahren. In der Pressearbeit sind es 61 Prozent und in der Werbung nur bescheidene 23 Prozent.


Die Topmanager glauben nicht mehr an die Wirkung der Werbung in ihren Zielgruppen. Aus ihrer Sicht ist die Pressearbeit am besten geeignet, Mitarbeiter, Finanzmarkt und wichtige Multiplikatoren zu erreichen und zu beeinflussen. Bei Kunden sehen sie das Marketing vorne. Das ergibt die Studie „Werbung verliert, Marketing erodiert, PR gewinnt“ des Faktenkontors mit dem WELT-Entscheiderpanel.

Obendrein wird die Budgeteffizienz der Werbung kritisch gesehen. Hier siegt das Marketing, dicht gefolgt von der Pressearbeit. Deutlich abgeschlagen ist die Werbung, der nur noch jeder fünfte Topmanager die höchste Budgeteffizienz attestiert.

Werbung hat im Lösen wichtiger kommunikativer Herausforderungen nur noch eine nachrangige Bedeutung. Ob neue Medien wie Facebook oder Twitter, Erobern neuer Märkte oder das Verhindern von Vertrauensverlust bei Kunden – nirgendwo wird Werbung als Lösung gesehen. Hier gibt es eine klare Zweiteilung: Umsatzbezogene Herausforderungen sind aus Sicht der Befragten eher eine Sache des Marketings. Für Reputation ist die Pressearbeit zuständig.

Es ist allerdings eine Trendwende zu erkennen. Die Unternehmen, die in der Kommunikation erfolgreicher sind als der Wettbewerb, setzen deutlich stärker auf Pressearbeit. Gleiches gilt für große Unternehmen.

Sie reagieren auf die geänderte Mediennutzung: Internetbasierte Medien werden von End- und Geschäftskunde immer stärker genutzt. Damit einher gehen zwei Effekte: Eine Information wird nicht mehr an die Zielgruppe herangetragen, sondern die Zielgruppe entscheidet selbst, was sie liest. Außerdem nimmt die Interaktion mit den Zielgruppen durch Social Media zu.

Autistische Kommunikationsansätze – „Ich sage Dir, warum mein Produkt so toll ist.“ – verlieren damit an Wirkung. Dieser Trend stärkt die Pressearbeit, die traditionell auf die Fragen gepolt ist, was den Leser bewegt und damit den Journalisten interessiert. Kurz: Das Denken aus der Perspektive des Kunden gewinnt kontinuierlich an Bedeutung.

Die Unternehmen, die in der Kommunikation besser aufgestellt sind als der Wettbewerb, haben bereits begonnen, ihre Kommunikationsmaß-nahmen umzugewichten. Je besser die Kommunikation eines Unternehmens ist, desto höher ist der PR-Anteil – und desto höher ist der Beitrag zum Unternehmenserfolg.

Die Topmanager sind sehr zufrieden mit der Kommunikationsleistung ihres Unternehmens. 93 Prozent beurteilen die Kommunikation mit ihren Kunden als sehr gut oder eher gut. Bei Mitarbeitern sind es 82 Prozent.

Die Güte der Kommunikation wirkt sich spürbar darauf aus, wie gut Kunden und Mitarbeiter erreicht werden: Wer sich in der Kommunikation schlechter aufgestellt sieht als der Wettbewerb, erreicht um 10 Prozentpunkte schlechter seine Kunden. Bei Mitarbeitern sind es sogar 20 Prozentpunkte.

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21.03.2013

Onliner lieben gute Nachrichten

In Radio, Fernsehen und Print setzen Journalisten auf schlechte Nachrichten: Bad news are good news. In sozialen Netzwerken ist das vollkommen anders. Hier laufen gute Nachrichten besser. Das fanden US-amerikanische Gehirnforscher und Psychologen heraus.


Eine der Ursachen hierfür ist der Austausch untereinander im Netz. Sozial vernetzte Menschen tauschen sich darüber aus, was sie bewegt. Glück, Freude, Begeisterung, eine witzige Bemerkung – all das findet sich in den von den untersuchten Online-Posts und E-Mails wider. Dafür wäre in klassischen Medien kaum Platz. Außerdem fanden die US-Forscher heraus, dass die Menschen sich tendenziell positiver äußern, wenn sie sich einem großen Auditorium mitteilen. Für PR-Profis heißt das: In sozialen Medien sollte der Mut zur Emotionalisierung da sein. Fakten alleine reichen nicht. Und sie sollten ihrer Community subtil zeigen, dass ihre Posts von einer großen Fangemeinde gelesen werden.

Unser Buchtipp zum Thema: http://jonahberger.com/

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21.03.2013

Die wichtigsten Online-Medien für deutsche Pressestellen

Welche Online-Medien haben die größte Resonanz im Social Web? Wo lohnt es sich für Pressestellen, ihre Online-PR zu verstärken? Wo ist die Popularität im Web eher gering? Auf diese Frage liefert der Social-Media-Aggregator 1000Flies jeden Monat mit seinem Ranking der populärsten deutschsprachigen Online-Medien die Antwort. Ausgewertet wird die die Resonanz unter den Nutzern von Twitter, Facebook und Google+.


Das Top-50-Ranking aus dem Februar wird von Spiegel online angeführt (Januar-Platzierung in Klammern), gefolgt von Bild.de und Sueddeutsche.de:

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21.03.2013

Facebook will zur Zeitung werden

Facebook-Chef Marc Zuckerberg will "jedem auf der Welt die beste personalisierte Zeitung" bieten. Damit schafft Facebook die Möglichkeit, mehr inhaltsbezogene Werbung schalten zu können. Die Fans sollen hingegen von neuen News-Angeboten profitieren, die sich zudem besser sortieren und priorisieren lassen.


Für Pressestellen ist diese Entwicklung hochinteressant: Wenn Facebook zum Medium wird – wie lässt sich dieses Medium nutzen? Wie können die Nachrichten des eigenen Hauses in das Netzwerk eingespeist werden? Ist eine Verknüpfung mit dem eigenen Facebook-Auftritt möglich? Schreiben Sie uns, welche Möglichkeiten Sie in dem neuen Facebook-Auftritt sehen! Wir freuen uns auf Ihre Nachricht unter redaktion@remove-this.thinktank-pr.de.

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21.03.2013

The Useless web: Online-Museum der nutzlosen Webseiten

Ein kleiner Hund leckt den Bildschirm von Innen ab. Mit dem Cursor ziehen Quitscheenten eine gelbe Spur über den Monitor. Fledermäuse rasen über den Bildschirm und geben laute Furzgeräusche von sich. Auf der Internetseite von The Useless Web sind reihenweise völlig sinnlose Webseiten zu finden. Sinnlos – aber überraschend und unterhaltsam.


Der australische Designer Tom Holmann hat rund 75 Webseiten gesammelt. Mehr als 70 Millionen Mal wurden sie inzwischen angeklickt. Der in New York ansässige Holmann bekommt pro Woche etwa zehn Vorschläge für neue Webseiten, nimmt aber nur wenige neue Seiten in seinem Olymp des Sinnlosen auf. 

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28.02.2013

Millionen erreichen in 34 Minuten – Instant-Kampagnen beim Superbowl

Beim diesjährigen Superbowl feierten knapp 77.000 Fans im New Orleans Superdome das größte Sportspektakel des Jahres. Das Team der Baltimore Ravens ging als knapper Sieger hervor, der wahre Gewinner war jedoch ein kleiner blauer Vogel. Über 24 Millionen Tweets zwitscherten während des Events durch das Netz.


Die höchste Tweetrate außerhalb der Halbzeit-Show konnte der Kurznachrichtendienst während der 34-minütigen Zwangspause aufgrund eines Stromausfalls im Stadion verzeichnen. Während Millionen Menschen darauf warteten, dass das Licht wieder angeht, verfassten Fans über 235.000 Tweets pro Minute.  Doch auch die großen Unternehmen packten die Gelegenheit beim Schopf und posteten spontane Kampagnen, die den Blackout aufs Korn nahmen.

Bereits nach vier Minuten kursierten die ersten Blackout-spezifischen Kampagnen. Der US-Sender PBS lud während des Blackouts ein, auf Ihr Programm umzuschalten,der Kekshersteller Nabisco merkte an, dass man Oreo-Kekse auch im Dunkeln genießen kann. Auch Calvin Klein und Waschmittelhersteller Tide nutzte die halbe Stunde, um die Millionen wartenden Zuschauer auf humorvolle Art auf sich aufmerksam zu machen. Diese Tweets waren kostenfreu, ganz im Gegenteil zu den bekannten 30-Sekunden Spots im TV, die mit 3.5 Millionen US-Dollar zu Buche schlagen.

In der Halbzeitshow wurde Beyoncé’s Auftritt mit insgesamt 5.5 Millionen Tweets (268.000 Tweets pro Minute) diskutiert und gelobt und inspirierte selbst Michelle Obama zum Twittern. Der diesjährige Superbowl war mal wieder Beweis dafür, wie schnelllebig der kleine blaue Vogel ist und, dass die Online-Welt stets zuschaut – auch wenn das Licht einmal ausgeht.

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28.02.2013

Webinar: Community Panels – jetzt kostenfrei registrieren

In der Novemberausgabe des ThinkTank-PR Newsletters wurden bereits 20 Gründe gegen Facebook gelistet und die Vorteile von Community-Panels aufgezeigt. In Zusammenarbeit mit Vision Critical bietet die Beratungsagentur Faktenkontor nun ein kostenfreies Webinar an, in dem Teilnehmer mehr über den Aufbau und die Implementierung der eigenen Mikro-Community informiert werden.


Eine eigene Community außerhalb des Einflussbereichs von Facebook und Co. ermöglicht eine intime und intensive Kommunikation und einen engagierten Austausch. Solch ein Community-Panel gibt einen Einblick in die Bedürfnisse und Wünsche der Kunden und kann effizient in der Pressearbeit eingesetzt werden. Vision Critical und Faktenkontor klärt im Webinar auf, was hierbei zu beachten ist und wie sich solche Community Panels implementieren lassen. Das Webinar findet zweimal am 21. März 2013 statt: von 09:00–10:00 Uhr und von 10:00–11:00 Uhr.

Wer sich zur Teilnahme an einem der kostenfreien Webinare registrieren möchte, schickt einfach eine E-Mail mit dem Betreff "Registrierung" und der gewünschten Zeit im E-Mail Text an redaktion@remove-this.thinktank-pr.de. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

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28.02.2013

Das gefällt! Like-Button legal für Gewinnspiele

Lange Zeit war es unklar, ob das Klicken auf den Gefällt mir-Button zur Teilnahme an einem Gewinnspiel zugelassen ist oder als eine unzulässige Kondition gilt. Ein Urteil des Landesgerichts in Hamburg bringt Klarheit in die Sache – die Aufforderung zum "liken" ist keine wettbewerbsrechtliche Irreführung.


Verbraucherschützer sehen in der Verlinkung des Gefällt mir-Buttons mit einem Gewinnspiel insofern eine Irreführung, dass Internetnutzern dadurch suggeriert wird, dass die Teilnehmer mit dem Unternehmen oder dem Produkt positive Erfahrungen verbinden. Vergleichbar wäre dies mit gekauften Facebook-Freunden und sei daher zu unterlassen.

Mitte Januar fiel jedoch das Urteil im Hamburger Landesgericht, dass das "liken" in sozialen Netzwerken eine motivfreie Gefallensäußerung ist und dem Nutzer nicht verschleiert bleibt, was von ihm für die Teilnahme am Gewinnspiel verlangt wird. Mehr zu diesem Urteil finden Sie hier.

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28.02.2013

Kurzfilm-Kommunikation – Storytelling mit Vine.co

Zu Beginn dieses Jahres launchte Twitter eine Social-Media-App, die es jeden erlaubt 6-sekündige Stop-Motion-Filme zu kreieren und zu teilen. Die Potentiale für die Kommunikationsszene sind groß und noch nicht erkundet. Unser Praxisbeitrag gibt einen Einblick in die Funktionen und Möglichkeiten von Vine.co.


Doch zunächst: Was sind Vines? 

Vines sind 6-sekündige Stop-Motion-Videos, die mittels der dazugehörigen iOs-App aufgezeichnet, verbreitet, geliked und kommentiert werden können. Die plattform-unabhängigen Videos starten automatisch, sind jedoch standardmäßig auf stumm geschaltet. Der dazugehörige Ton kann jedoch jederzeit hinzugeschaltet werden. Eine sehr praktische Funktion, die vor allem bei Vine-Galerien und Sammlungen für die notwendige Benutzerfreundlichkeit sorgt.

 

Was ist der Reiz an Vine?

Vines haben durch ihre Einfachheit, den spielerischen Aspekt und ihre zeitliche Beschränkung den Nerv der Zeit getroffen. In einer Welt der Reizüberflutung und sinkenden Aufmerksamkeitsspanne funktionieren Bilder besser als lange Texte. Die Clips bauen auf der Beliebtheit und Etablierung von gifs auf und geben Marken wie auch Usern die Möglichkeit, schnell und einfach selbst kurze emotionalisierende Videobotschaften zu erstellen.

Warum Vine sich gegenüber anderen Video-Apps wie socialcam.com, cinemagr.am, telly.com oder viddy.it innerhalb von wenigen Tagen durchgesetzt hat, ist klar: Twitter. Als Twitter-Tochterunternehmen bekam Vine gleich von Anfang an große Aufmerksamkeit. Durch die Integration von Twitter konnte bereits zum Start eine breite Masse an Usern erreicht werden. Dies ist nach wie vor eines der Top-Argumente, warum Vines für Marken ideal sind. Vines können einfach in die bestehende Twitter-Kommunikation integriert werden und erreichen somit von Beginn an die Aufmerksamkeit der Community.

 

Vine im Detail

Die Vine-App ist bis dato nur im AppleStore für iPhones und iPod touch verfügbar. Der weitere Roll-out auf Android ist bereits geplant, wenn auch noch nicht datiert. Usability und Simplicity werden bei der App groß geschrieben. Wie bei anderen Social Media-Plattformen legt sich der User sein Profil an, vernetzt sich mit Anderen und durchstöbert geteilte Inhalte.

Das Aufzeichnen und Erstellen eigener Vines funktioniert erstaunlich einfach. Die App zeichnet nur auf, wenn der Finger an das Display gehalten wird. Wird der Finger entfernt, stoppt die Aufnahme und die Szene kann gewechselt werden. Dies funktioniert solange, bis die Obergrenze von sechs Sekunden erreicht ist. Somit ist genug Handlungsspielraum gegeben, um mehrere Sequenzen bzw. Szenen festzuhalten. Jedoch bleibt durch die zeitliche Beschränkung die Herausforderung, sich kurz zu fassen, um seine Nachricht in der vorgeschriebenen Zeit auf den Punkt zu bringen.

Ähnlich wie bei Instagram kann der User durch die Sammlungen Anderer browsen, seine eigenen Vines veröffentlichen und über Twitter teilen. Im Twitter-Newsfeed werden diese dann ähnlich wie YouTube-Videos oder Bilder eingebettet und können direkt dort abgespielt werden.

 

Was können und sollen Marken tun?

Ganz einfach: App downloaden, Markennamen sichern und Erfahrungen sammeln. Bis jetzt gibt es (noch) keine Brand-Accounts. Dennoch können bereits mit dem Basis Account ein Profilname, Beschreibung, Account-Details sowie die Vernetzung mit Twitter und Facebook eingestellt werden.

Vine ist ideal, um die eigene Community mit kurzen Dauer-Loops anzusprechen und zu emotionalisieren. Damit dies jedoch erfolgreich gelingt, müssen Geschichten und Messages mit Brand-fit entwickelt werden. Das erfordert Storytelling der Extraklasse.

Wie so etwas aussehen kann und dass der eigenen Kreativität mit dieser neuen App keine Grenzen gesetzt sind, zeigen die Best Practices in den Sparten Retail Brands, Consumer Brands, Media und Private Users.

 

Inspiration in der Dauer-Schleife

Zahlreiche Marken und Prominente haben bereits erste Vines produziert und verbreitet. Verspielt zeigt sich McDonalds mit einem Vine, in dem das Produkt FishMcBites perfekt inszeniert wird.

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28.02.2013

Risikomanagement im Social Web – Von Social-Control und Listening-Plattformen

Es führt kein Weg mehr an Social Media vorbei und immer mehr Unternehmen präsentieren sich in der Welt von Facebook und Co. mit der Motivation „sehen und gesehen werden“. Doch die ständige Präsenz birgt viele Gefahren. Risikomanagement ist das Schlüsselelement für eine sicheren Auftritt im Social Web – so eine Studie des US-amerikanischen Beratungsunternehmens Forrester, die Social Media Risiken aufzeigt und technische Hilfsmittel für das Risikomanagement vorstellt.


Ein Unternehmen ist auf unzähligen Ebenen im Social Web verästelt und verknüpft und bietet so eine riesige Angriffsfläche für Reputationsschäden. Im Wirkungsbereich liegen nicht nur Firmenprofile und Produktseiten auf den verschiedenen Plattformen, sondern auch die privaten und beruflichen Profile von Mitarbeitern und Kunden. In diesem komplexen Netzwerk den Überblick zu haben und gleichzeitig die Kontrolle zu bewahren ist eine mühevolle Mission. Viele Software-Produkte versprechen, Risiken zu identifizieren und beim Verwalten und Bespielen der Communities zu helfen. Man sollte sich jedoch im Vornherein klar machen, welche Dienste die eigenen Bedürfnisse am besten abdecken.

1. Social-Control Systeme

Diese Kontrollsysteme erlauben Unternehmen die Social Media Aktivitäten von festgelegten Profilen zu beobachten, zu regulieren und zu archivieren. Software dieser Kategorie reicht vom einfachen Monitoring- und Archivierungsprogramm bis hin zum rigiden Kontrollsystem, das administrative Rechte verwaltet und bestimmte Aktivitäten blockt (Abfällige Bemerkungen posten oder das „Liken“ von bestimmten Inhalten)

2. Social-Engagement Plattformen

Diese Plattformen sind eng mit den Social-Control Systemen verwandt und fungieren darüber hinaus als zentrale Schnittstelle aller Social Media Kanäle. Sie erlauben einzelnen Mitarbeitern mit deren Klienten in Kontakt zu treten und bieten so Möglichkeiten für eine umfangreiche Kommunikation, die mit den Social Media Guidelines konform ist. Dafür sorgen Funktionen wie festgelegte Freigabe- und Administrationsprozesse sowie Archivierungssysteme.

3. Social-Listening Plattformen

Beim Social-Listening werden Text-Analysen genutzt um Markt- und Kundenstimmung im Web zu bestimmen. Des Weiteren können solche Plattformen genutzt werden um zu überwachen, ob und wie sensible Daten und Themen ihren Weg in soziale Netzwerke finden.

4. Social-Marketing-Management Plattformen

Mit diesen Plattformen können Unternehmen den Austausch mit den Kunden optimieren, indem sie beispielsweise die wichtigsten Influencer identifizieren und die Aktivitäten der User analysieren. Funktionen zur Nutzerkontrolle werden typischerweise angeboten, jedoch sind die Plattformen dafür weniger ausgerichtet.

Bevor ein Unternehmen sich Hilfe bei Drittanbietern holt, sollte es jedoch zuerst versuchen die Risiken des Social Web selbst einzuschätzen und eventuell zu Bewältigen. Hierzu kann man, auch wenn es ein wenig archaisch erscheint, selber in bestimmten Intervallen eine Webrecherche durchführen, um auf diesem Wege bereits Risiken zu erkennen und einzudämmen. Dabei kann sich auch herausstellen, welche Dienste den Bedürfnissen des Unternehmens entsprechen.

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31.01.2013

Jede zweite Pressestelle investiert in Mobile-PR

Nach dem Online kommt Mobile: Jede zweite Pressestelle plant ihre ersten Gehversuche mit Informationen für das Smartphone in 2013. Damit sollen vor allem Zielgruppen angesprochen werden, die immer schwerer zu erreichen sind: junge Menschen und Technikbegeisterte.


Noch sind die Pressestellen allerdings unsicher, wie sie das Medium am besten erobern können. Von den Pionieren setzt die Hälfte auf externe Berater, die sie unterstützen. Das ergab eine Umfrage von PRimeTime, einer Community für PR-Entscheider aus Unternehmen von news aktuell und Faktenkontor.

Die Ergebnisse der Umfrage können Sie hier einsehen.

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31.01.2013

48 Prozent der PR-Mitarbeiter unzufrieden mit dem Gehalt

Die Unzufriedenheit mit dem Gehalt in der PR-Branche ist hoch. Nahezu jeder Zweite klagt über zu wenig Geld in der Lohntüte, ergab eine Umfrage von PRimeTime, eine Community für PR-Entscheider aus Unternehmen von news aktuell und Faktenkontor.


Überstunden, Ausbildung und Leistung werden zu honoriert. Allerdings wird das Lohnniveau in der Branche auch wenig euphorisch gesehen: Gemessen am branchenüblichen Entgelt sehen sich die Wenigsten benachteiligt. 51 Prozent der Befragten haben eine leistungsabhängige Vergütung, was von der Mehrheit auch begrüßt wird – so gibt es zumindest die Chance, sein Gehalt aufzupäppeln. Das Monatssalär ist denn auch der wichtigste Grund, über den Wechsel des Arbeitgebers nachzudenken. Auf den Plätzen Zwei und Drei folgen interessante Themenfelder bei anderen Arbeitgebern und die fehlende Wertschätzung im Betrieb. Einen Wechsel der Branche erwägt nur eine Minderheit – PR ist eben Herzenssache!

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31.01.2013

Gefährliche Gratwanderung: Die Firmen-Hymne auf Youtube

Die Mitarbeiter der Raiffeisenbank Radstadt in Österreich sind Quoten-Könige: Ihr Firmen-Song ist auf Youtube zum Hit geworden.


Zu den Rhythmen des Schlagers „Marmor, Stein und Eisen bricht“ besingen sie die Vorteile ihrer Bank. Allerdings löst das Video löst allerdings nicht nur Begeisterung aus. „Zum Fremdschämen“ ist einer der Kommentare. Ähnlich wagemutig ist das Video der Sparda Bank Südwest: „Ich zeig‘ Dir das Banken-Wunderland!“.

In beiden Videos präsentieren Mitarbeiter ihre Bank. Kurze Filmfrequenzen, schwungvolle Musik, begeisterte Menschen. Und trotzdem hagelt es Kritik im Web. Was Authentizität liefern soll, greift nicht mehr: die im Film festgehaltene Begeisterung für die eigene Firma. Die Akzeptanz im Web stirbt an einer Überdosis an Begeisterung und Harmonie. So offensiv äußert man sich nicht zu seinem Arbeitgeber, und so entsteht der Zweifel „Das kann doch nicht ernst gemeint sein.“ Gute Arbeitgeber-Imagefilme kombinieren daher Aussagen von Mitarbeitern mit Fakten zum Unternehmen und Bildern aus dem Haus, so dass sich die Firma zwar positiv zeigt – aber mit ihrer Begeisterung nicht aufdringlich wird. Mit diesem Rezept wird man zwar nicht Quoten-König auf Youtube, aber das möchte die Raiffeisenbank Radstadt heute möglicherweise auch nicht mehr sein.

Wenn Sie Beispiele für gute Arbeitgeber-Imagefilme sehen möchten, informieren Sie uns hier.

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31.01.2013

WEB 2.0 beflügelt die Kommunikation im Unternehmen

E-Mail als vorherrschende Kommunikationsform im Unternehmen hat ihren Zenit eindeutig überschritten. Groß im Kommen hingegen sind Social Business Collaboration Plattformen, die versprechen, moderne Web-2.0-Ideen ins Unternehmen zu holen. Was steckt wirklich dahinter?


Social Collaboration, Social Business oder Enterprise 2.0 – Das ist der neue Trend im Unternehmen. E-Mail ist out – Social Business Collaboration (SBC) ist in. Ob Robert Bosch, Continental oder Bayer, Hansgrohe, KWS Saat oder Atos – sehr viele Unternehmen experimentieren derzeit mit den neuen Formen der Zusammenarbeit.

Dabei geht es darum, im Unternehmensumfeld Zusammenarbeit und interaktiven Informationsaustausch zwischen Kollegen, Lieferanten, Partnern und im Endeffekt auch mit Kunden zu unterstützen. Technisch funktioniert es durch die intelligente Kombination bis dato alleinstehender Web 2.0 Tools wie Blogs, Wikis, Chats, Foren etc. unter einer webbasierten, benutzerfreundlichen und sicheren Oberfläche. Organisatorisch sind die Prinzipien Selbstverantwortung, Vernetzung, Selfservice und das Bewusstsein, das Wissen sich vermehrt, indem man es mit anderen teilt.

Die meisten Unternehmen versprechen sich eine schnellere Kommunikation, bessere Unterstützung für Projekte über verschiedene Standorte, eine bessere Vernetzung der internen Experten untereinander sowie insgesamt einen direkteren Informationsaustausch der Mitarbeiter. Besonders spürbar werden die Veränderungen durch Social Business sicher zunächst in der Kommunikation. Herrscht heute häufig das Sender-Empfänger-Schema vor, ist in Social Business die Many-to-Many-Kommunikation die dominante Form.

Am besten lässt sich das am Beispiel E-Mail erläutern: Der Sender verschickt eine E-Mail an einen oder mehrere Adressaten, die wiederum an einen oder mehrere Adressaten antworten. Auf diese Weise kommt es gerade bei komplexeren Zusammenhängen sehr schnell zu endlosen E-Mail-Kaskaden mit entsprechenden CC- oder sogar BCC-Verteilern. Werden auf diesem Wege auch noch zu bearbeitende Dokumente verschickt, verliert auch das gewiefteste Organisationstalent schnell den Überblick über den Stand der Dinge.

In sozialen Umgebungen läuft Kommunikation dagegen multilateral. Miteinander vernetzte Mitarbeiter schicken intern nicht mehr E-Mails, sondern posten ihre Inhalte in dafür vorgesehene Communities, Activity Streams, Wikis, Blogs oder andere virtuelle Content-Räume, die darüber hinaus gemeinsam bearbeitet werden können. Auf diese Weise stehen Informationen praktisch in Echtzeit, unabhängig von Ort und Zeit sowie - dank Webtechnologie - auf jedem netzwerkfähigen Endgerät zur Verfügung. Damit erhöhen sich die Kommunikations- und Austauschmöglichkeiten. Das gilt umso mehr, je stärker sich ein Unternehmen auch in sozialen Netzen engagiert. Dann stehen Mitarbeitern nicht nur Informationen aus dem eigenen Unternehmen zur Verfügung, sondern auch Anmerkungen und Wünsche von Kunden, die sie wiederum in ihre Arbeit einbeziehen können. So wird Information zur Holschuld und ist keine Bringschuld mehr.

Wer das für eine kleine Errungenschaft hält, sollte sich noch einmal vor Augen halten, welche kleinen und großen Katastrophen in Unternehmen ausgelöst wurden durch Sätze wie „diese E-Mail habe ich nicht bekommen“ oder „das habe ich nicht gewusst“.

Die Erwartungen des Managements an Social Business Collaboration sind immens. Der Vorstand verspricht sich dabei meist einen verbesserten Wissensaustausch und vereinfachte Expertensuche, um Doppelentwicklungen zu vermeiden und Innovationen schnell umzusetzen.  Bei den Mitarbeitern ist das Konzept jedoch oftmals auch mit Unsicherheiten verbunden. Schließlich herrschen nicht in jedem Unternehmen die organisatorischen und kulturellen Voraussetzungen für dialogorientierte Kommunikation. Die Bereitschaft in internen sozialen Netzen zu kommunizieren ist denkbar unterschiedlich ausgeprägt.

Grundsätzlich gilt: Social Collaboration Ansätze funktionieren in Unternehmen besser, die keine chinesischen Mauern innerhalb und zwischen Abteilungen und Geschäftsbereichen errichtet haben.

Was letztlich durch Social Business Collaboration erreicht wird ist das „Empowerment“ der Mitarbeiter. Sie werden stärker in die Verantwortung genommen für ihre Kommunikation und ihren Informationsaustausch mit Kollegen, Partnern und Kunden. Kreativität und Innovationsbereitschaft, die ebenfalls mit SBC unterstützt werden, vertragen sich dabei nicht mit übermäßiger Kontrolle und Reglementierung. „You are, what you share“. Dieser Leitsatz, der über allen sozialen Initiativen im Unternehmen stehen kann, gilt auch für SBC. Und in stark hierarchischen, stramm durchorganisierten Unternehmen mit deutlichen Kontrollmechanismen haben Mitarbeiter keine Vorteile durchs Teilen von Wissen und Informationen mit Kollegen. Deshalb ist für SBC ein gewisses Maß an Liberalität und Laissez faire absolut notwendig.

Bisherige Erfahrungen von Unternehmen zeigen: Überlässt man die Einführung von SBC allein der internen IT steht am Ende zwar eine perfekte Plattform – mit der Nutzung hapert es jedoch. Daher mein dringender Rat: gehen Sie die Einführung von SBC als interdisziplinäres Projekt an. Gerade die Verantwortlichen für interne Kommunikation spielen eine wichtige Rolle für den Erfolg von SBC.

Achten Sie dabei auf die „Social Readiness“ Ihrer Organisation. Je nach Reifegrad sind unterschiedliche Implementierungsstrategien anzuwenden. Hier hilft eine sorgfältige Analyse, die ihre grundsätzlichen „social skills“, die „social maturity“ ihrer Organisation sowie die Effektivität von SBC für Ihr Geschäftsmodell berücksichtigt.

Unternehmen, die Social Business Collaboration erfolgreich eingeführt haben, berichten über signifikante Verbesserungen in den vier Bereichen Produktivität, Kosten, Umsatz und Unternehmenskultur. Die Dachis Group hat hierzu in 2012 folgende Zahlen vorgelegt:

  • 30 % schnelleren Zugang zu Wissen und 20-30 % besserer Zugang zu Experten
  • 10-20 % verringerte Reise und Kommunikationskosten
  • 10 % mehr Umsatz
  • 15 % mehr Ideen und Innovationen
  • 35 % verbesserte Zusammenarbeit

Auf solche Werte kommen Unternehmen allerdings nur dann, wenn sie das Thema Social Business Collaboration ernst nehmen und leben. Wie fast immer im Leben und im Business gilt auch hier: Halbherzige Versuche bringen mehr Ärger als positive Resultate.

Mehr Informationen erhalten Sie auch auf www.bea-services.de/sbc.

 

Siegfried Lautenbacher, Beck et al. Services GmbH

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