Für den guten Zweck und die Aufmerksamkeit: Fünf gelungene Charity-PR-Aktionen





Für den guten Zweck und die Aufmerksamkeit: Fünf gelungene Charity-PR-Aktionen


thinktank-pr.de.de
19.01.2018

Für den guten Zweck und die Aufmerksamkeit: Fünf gelungene Charity-PR-Aktionen

Ein Internetportal sammelt 1000 Küsse und ein Pfarrer wird in Schokolade aufgewogen. Das Best Practice zeigt fünf kreative Charity-Aktionen, die nicht nur positiv auf das Unternehmen einzahlen, sondern auch noch dem guten Zweck dienen.


Gutes tun ist nie verkehrt. Ein Unternehmen, das sich für wohltätige Zwecke engagiert, hilft damit natürlich in erster Linie, die Welt ein Stückchen besser zu machen. Aber soziales oder gesellschaftliches Engagement  schafft selbstverständlich auch – da machen wir uns nichts vor – Aufmerksamkeit für ein Unternehmen oder eine Marke. Spendenaktionen haben außerdem einen weiteren erfreulichen Nebeneffekt: Wenn Unternehmen und Kunden zusammen Gutes tun, dann lässt sich durch die positiven Erlebnisse eine starke Kundenbindung aufbauen. 

Wer mit seiner Wohltätigkeits-Aktion wirklich sichtbar werden will, der sollte sich allerdings etwas Besonderes ausdenken. Klassische Spendenaufrufe ziehen längst nicht mehr die Aufmerksamkeit von Journalisten und Spendern auf sich. Es sollte schon etwas kreativer sein. Die folgenden Beispiele zeigen Charity-Kampagnen, die herzlich und einprägsam sind. Mit diesen fünf kreativen PR-Aktionen wurde nicht nur erfolgreich kommuniziert, sondern auch erfolgreich geholfen.

1. Postbote radelt quer durch Deutschland
Der bayerische Postbote Richard Neugebauer fuhr mit seinem 30 Kilogramm schweren Postrad in nur fünf Tagen 1.200 Kilometer weit von München nach Hamburg. Die Deutsche Post gab dem 55-Jährigen pro gefahrenen Kilometer 10 Euro für UNICEF. Bereits 1992 fuhr Neugebauer für die Völkerverständigung 6500 Kilometer von Moskau nach Wladiwostok. Außerdem hat er es gleich dreimal in das Guinnessbuch der Rekorde geschafft. So radelte, kegelte und spielte er Tennis – jeweils 24 Stunden lang — ebenfalls für den guten Zweck. Verschiedene Nachrichtenagenturen und Medien berichteten über den engagierten Mitarbeiter der Post.

2. Kuss-Spenden
Das Internetportal Friendscout24.de unterstützte finanziell und organisatorisch die Kuss-Tour des 28-jährigen Marco Wanke. Auf die Idee für seine Aktion kam Wanke, als er die Ergebnisse einer europaweiten Kuss-Studie von TNS Infratest im Auftrag der Online-Partnerbörse las. Die hatte ergeben, dass die Deutschen im europaweiten Vergleich in Sachen Küssen den schlechtesten Ruf genießen. Wanke wollte das Gegenteil belegen und schaffte es tatsächlich innerhalb von zehn Tagen rund 1.000 Frauen in ganz Deutschland zu küssen. Zwar habe er sich auch viele Körbe eingefangen, doch reagierten die meisten angesprochenen Frauen entspannt. Für jeden Kuss, den Wanke sammelte, spendete die Partnerbörse zehn Euro an das Deutsche Rote Kreuz sowie einen Euro für jedes Kuss-Foto, das lnternetnutzer auf einer eigens eingerichteten Internetseite einstellten. Insgesamt kamen 15.000 Euro zusammen. Die Aktion wurde bundesweit von Promotionteams beworben. An Ampeln und in Fußgängerzonen traten dazu zunächst Pärchen auf, die sich küssten. Anschließend wurde die Knutscherei durch ein vorbeilaufendes Werbebanner mit der Aufschrift „Dieser Kuss wurde Ihnen gespendet von Friendscout24” aufgeklärt

3. Eierkamera für den guten Zweck
Der englische Wettanbieter Paddypower betreibt die Internetseite Eggycam.com. Auf der Internetseite kann man ein Hühnernest beobachten und darauf wetten, welches der Küken zuerst schlüpft. Die Wetteinnahmen kommen einem guten Zweck zugute und der Betreiber verspricht, dass die Hühner ein glückliches Leben führen werden.

4. Jeder Becher zählt
Das Kinderhospiz Balthasar und die Firma Automaten Scheerer aus dem nordrhein-westfälischen Waldbröl feierten zur gleichen Zeit ihr zehnjähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass rief Automaten Scheerer die Aktion „Jeder Becher zählt” ins Leben. Im Rahmen der Aktion kam ein Jahr lang ein Teil der Erlöse der von dem Unternehmen betriebenen Heißgetränkeautomaten dem Kinderhospiz zugute. Der Clou: Über einen Aufkleber auf den Automaten informierte das Unternehmen seine Kunden regelmäßig über den aktuellen Kontostand, was wiederum dem Kinderhospiz Aufmerksamkeit bescherte. Insgesamt wurden über 15.000 Euro gesammelt. Die Siegener Zeitung berichtete.

5. Pfarrer mit Schokolade aufgewogen
Der Pfarrer Ernst Pankl aus Gloggnitz in Niederösterreich ließ sich am Ende einer Gemeindemesse mit Schokolade aufwiegen. Die Firma Lindt hatte dazu 100 Kilogramm Schokolade gespendet, die den Gottesdienstbesuchern verkauft wurden. Der Erlös kam dem Jugendgottesdienst in Gloggnitz zugute. Lokale Medien berichteten.

 

Auszüge aus:
Der Autor Christian Maria Fischer hat 1000 PR-Ideen gesammelt, mit denen Firmen Schlagzeilen und Kunden neugierig gemacht haben. Übersichtlich geordnet in 15 Themenfelder und 145 Kategorien bietet das Werk einen großen Nutzwert und dient PR- und Marketingprofis, Führungskräften in Firmen jeder Größe sowie Chefs kleiner und mittlerer Unternehmen als Nachschlagewerk und Inspirationsquelle in Griffweite am Arbeitsplatz. 432 Seiten. €24,90(D). GABAL Verlag. ISBN: 978-3-89749-919-5



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