Modemarken im Web: Sportliches beliebter als sexy Unterwäsche





Modemarken im Web: Sportliches beliebter als sexy Unterwäsche


thinktank-pr.de.de
31.10.2019

Modemarken im Web: Sportliches beliebter als sexy Unterwäsche

Wer hätte es gedacht: Sportliche Kleidung ist im Internet beliebter als Dessous. Im Kampf um Aufmerksamkeit und Ansehen in deutschsprachigen Sozialen Medien und Online-Nachrichten lassen Adidas und Nike andere Modemarken weit hinter sich. Insgesamt liebt das deutsche Social Web Fashion: Modemarken werden dort 4,4 mal häufiger positiv als negativ erwähnt. Das sind Ergebnisse der Social-Media-Benchmarkstudie „Die besten 16 Modemarken im Web“ des Faktenkontors.


Adidas und Nike führen das Gesamtranking der Studie vor allem an, weil sie weitaus häufiger im Web 2.0 diskutiert werden als die Wettbewerber. Auf die beiden Sportbekleider entfallen mehr als die Hälfte aller Nennungen der 16 in der Studie untersuchten Modemarken auf Facebook, Twitter, in Blogs, Foren und Online-News. Adidas liegt hier mit 30,7 Prozent deutlich vor Nike mit 22,1 Prozent. Zum Vergleich: Victoria’s Secret, bekannt vor allem für sexy Damenunterwäsche, bringt es gerade mal auf 2,0 Prozent der Nennungen aller Marken.

 

König Sport regiert die Modewelt: Sportmarken werden im Web 2.0 am häufigsten erwähnt.
Grafik Anteile der Modemarken an allen Nennungen

Adidas wird besonders häufig in deutschsprachigen Blogs genannt. Der fränkische Traditionskonzern wird hier im Untersuchungszeitraum 77.246 mal erwähnt – fast doppelt so häufig wie Nike mit 40.346 Erwähnungen. Der US-Konzern macht sich dafür auf Facebook stärker breit: Hier schlägt Nike Adidas mit 8.614 zu 3.429 Nennungen.

Die Studie untersucht auch, ob die Marken in positiver, negativer oder neutraler Stimmung erwähnt werden. In dieser Hinsicht polarisiert Adidas mehr als Nike: Bede Marken werden deutlich häufiger in positivem als in negativem Zusammenhang genannt. Adidas bringt es dabei auf einen etwas größeren Anteil positiver Nennungen als Nike – aber auch mehr negative. Deswegen hat Nike trotz weniger positiver Erwähnungen ein günstigeres Verhältnis von positiven zu negativen Nennungen – allerdings ist der Vorsprung so hauchdünn wie manches Negligé: Adidas wird 4,11 mal häufiger positiv als negativ erwähnt, Nike 4,16 mal.

Insgesamt sind Modemarken vor allem in Blogs ein Thema. 37 Prozent aller Nennungen der 16 untersuchten Modemarken entfallen im deutschsprachigen Web 2.0 auf Blogs. Dort werden sie im Schnitt 6,3 mal häufiger in positiver als in negativer Stimmung erwähnt – das beste Verhältnis auf allen untersuchten Kanälen.

In Online-Foren erreichen die Modemarken mit sechs Prozent zwar einen etwas größeren Anteil positiver Erwähnungen, liegen aber auch bei den negativen Erwähnungen etwas höher und kommen deshalb auf ein Verhältnis von sechs positiven auf eine negative Erwähnung. 21 Prozent der Nennungen aller Marken erfolgte über diesen Kanal, der damit in dieser Hinsicht im Mittelfeld liegt.

Auf Facebook entfällt mit nur fünf Prozent der geringste Anteil aller Nennungen der Modemarken – dafür erreichen die Unternehmen hier mit 5,9 Prozent einen fast genauso großen Anteil positiver Nennungen wie in den Foren. Das Verhältnis positiver zu negativer Nennungen liegt hier durch mehr negative Kommentare aber nur bei 4,9:1.

 

Viel Blog, kaum Facebook: Wo werden Modemarken diskutiert?
Grafik Anteile Nennungen Modemarken Blog Facebook Forum Nes Twitter

Das im Vergleich schlechteste Verhältnis von positiven zu negativen Erwähnungen haben die Modemarken in Online-News (1,6-fach) und bei Twitter (4,2-fach). Dafür ist hier mit je über 95 Prozent auch der größte Anteil neutraler Erwähnungen zu finden.

Die Social Media Benchmarkstudie „Die besten 16 Modemarken im Web“ (Faktenkontor, Juli 2013) wertet die Kommunikation über 16 beliebte Modemarken im deutschsprachigen Internet aus. Berücksichtig wurden sowohl Marken aus dem Massenmarkt als auch aus dem Luxussegment, inklusive der Lifestyle-Bereiche Outdoor, Sport, Schuhe, Taschen und Accessoires. Zehntausende Online-Nachrichten und über eine Million Social-Media-Quellen inklusive Twitter, Facebook, Foren und Blogs wurden semantisch analysiert und nach den vier Schlüsselwerten Aufmerksamkeit, Ansehen, Akzeptanz und Präferenz bewertet. Analysiert wurde der Zeitraum vom 1. Oktober 2012 bis 30. April 2013. Die komplette Studie mit allen Ergebnissen kann unter www.faktenkontor.de bestellt werden.



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