PR-Profis vernachlässigen Blogs und Blogger





PR-Profis vernachlässigen Blogs und Blogger


thinktank-pr.de.de
27.06.2019

PR-Profis vernachlässigen Blogs und Blogger

PR-Profis schenken Weblogs und ihren Autoren nur wenig Aufmerksamkeit. Damit vernachlässigen die PRler ein lohnendes Kommunikationsfeld – denn Blogger haben einen hohen Einfluss auf Kaufentscheidungen, und ein gut gemachter eigener Blog hat weitreichenden Einfluss im Web 2.0.


Nur rund jeder fünfte befragte PR-Profi hält Blogs und Blogger im Vergleich zur klassischen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für wichtig. Mehr als doppelt so viele halten sie hingegen für unwichtig. Das ergab eine Umfrage unter den Mitgliedern der PRime-Time Community. Rund ein Drittel der Befragten bezieht Blogs und Blogger gar nicht in die eigene PR-Arbeit ein, und nur bei jedem zweiten gibt es einen eigenen Unternehmensblog.

Dabei gehören Blogs aus Unternehmenssicht zu den wichtigsten Sozialen Medien: Laut dem Technorati Media 2013 Digital Influence Report beeinflussen Blogs Kaufentscheidungen stärker als Facebook und Twitter. Unter den Sozialen Medien nehmen Blogs damit in dieser Hinsicht die führende Stellung ein – die einzigen Online-Angebote mit noch höherem Einfluss sind die regulären Webseiten von Marken und Händlern.

Für Unternehmen lohnt es sich nicht nur, externe Blogger in ihre PR-Strategie aufzunehmen – auch ein gut gemachter eigener Unternehmensblog hat weitreichende Vorteile. Blog-Experte Klaus Eck weist unter anderem darauf hin, dass man bei eigenen Blogs mehr Kontrolle über die Inhalte hat. Denn wer auf Sozialen Netzwerken von Fremdanbietern veröffentlicht, muss oft Rechte an seinen Inhalten abtreten – solche Regelungen werden gern tief in den AGBs versteckt. Und die Inhalte sind dort auch nur so lange zu finden, wie das Netzwerk existiert – nicht wenige haben nach einen kurzen Hype ihren Betrieb wieder eingestellt. Umgekehrt werden interessante Blog-Inhalte über Netzwerke gern geteilt. Ein guter Blog-Eintrag kann so zu dem Schneeball werden, der zur Lawine anwächst: Zusätzlich zu Besuchen und Kommentaren auf dem Blog selbst erhöht er die Resonanz in den anderen Sozialen Medien.

Blogger erfolgreich in die eigene PR einzubeziehen braucht aber eine andere, angepasste Vorgehensweise als der Umgang mit klassischen Redaktionen. Klaus Eck und Michaela Paefgen-Laß haben dazu eine Reihe nützlicher Tipps zusammengestellt. Ein wichtiges Werkzeug für den erfolgreichen Kontakt mit externen Bloggern ist oft ein eigener Unternehmensblog mit interessanten Inhalten. Und es ist wichtig, den Blog dabei wirklich als Web 2.0-Medium wahrzunehmen und einzusetzen – also nicht als „Einbahnstraße“ nach draußen, sondern als Mittel der Interaktion und des Dialogs.

Doch diese Botschaft scheint noch nicht bei allen PR-Profis angekommen zu sein: Bei der Frage nach den Vorteilen eines eigenen Unternehmensblogs landet „Austausch/Diskussionen über Themen aus der eigenen Branche“ nur auf dem dritten Platz in der PRimetime-Community-Erhebung – nach „Positive Auswirkungen auf Suchmaschinenoptimierung“ und „Verweis auf aktuelle Aktionen oder/und Kampagnen des eigenen Unternehmens“.



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