Social Media Newsroom für B2B: Learning by doing bei Sage Software





Social Media Newsroom für B2B: Learning by doing bei Sage Software


thinktank-pr.de.de
11.08.2017

Social Media Newsroom für B2B: Learning by doing bei Sage Software

Um sämtliche Aktivitäten des Unternehmens im Web 2.0 zu überschauen, entschloss sich die Sage Software GmbH in ihrem Social Media Newsroom alle Kanäle zu bündeln. So schuf der Softwarehersteller nicht nur eine Oberfläche zur Verwaltung der Online-Aktivitäten, sondern bietet seinen Kunden außerdem ein übersichtliches Portal für die B2B-Kommunikation. Wie Sage vorgegangen ist, zeigt der Best-Practice-Beitrag.


Im Frühjahr 2009 startete die Sage Software GmbH, mit 250.000 Kunden einer der größten Anbieter betriebswirtschaftlicher Softwarelösungen im deutschen Mittelstand, erste Aktivitäten im Bereich Social Media. Seither wurde das Engagement in der Welt der sozialen Netzwerke kontinuierlich ausgebaut und kulminierte im Frühjahr 2010 im Aufbau eines eigenen Social-Media Newsrooms, der alle Web 2.0-Kanäle des Unternehmens bündelt.

Social-Media-Strategie versus „Learning by doing“
Zwar ist viel davon zu lesen, dass jede Social-Media-Initiative eine klare, vorab definierte Strategie mit festgesetzten Zielvorgaben und KPIs benötigt. Da sich Sage, wie viele andere Unternehmen und auch Agenturen, in dieser Zeit noch auf völlig neuem Terrain bewegte und Anfang 2009 kaum ein Wettbewerber nennenswerte Erfahrungen mit den neuen Kommunikationskanälen im B2B-Umfeld gemacht hatte, fiel die Entscheidung, kein Strategiepapier zu entwickeln, sondern vielmehr dem Prinzip „learning by doing“ zu folgen. So begann Sage wenige Wochen vor einem Produktstart den ersten Twitter-Kanal aufzubauen und eine Live-Twitter-Pressekonferenz vorzubereiten. So sollten die wesentlichen Inhalte und Botschaften der in München real stattfindenden Pressekonferenz in Echtzeit auch über Twitter an vorab über den Micro-Blogging-Kanal von Sage informierte Journalisten verbreitet werden. Und in der Tat griffen zahlreiche Medien, IT-Experten, aber auch Kunden und Agenturen das Thema auf und twitterten die Inhalte der Konferenz an ihre Follower. Was lag näher, als nach diesem erfolgreichen Start weitere Social-Media-Kanäle einzusetzen. So veröffentlichte Sage Bildmaterial für Journalisten nicht nur im eigenen Bildarchiv im Pressebereich der Sage-Website, sondern bald auch auf Twitpic und Flickr. Bereits vorhandene Videos mit Kundentestimonials oder Produktinformationen wurden auf dem eigenen YouTube-Kanal hochgeladen, wo es bald eine kleine Zahl an Abonnenten und Freunden gab und wo Video monatlich mehrere hundert Mal angeschaut wurden. Linksammlungen zu interessanten Websites rund um das Thema betriebswirtschaftliche Software sowie den begonnenen Social-Media-Aktivitäten wurden auf der Social-Bookmarking-Plattform Delicious angelegt und Präsentationen des Unternehmens in Form von PowerPoint- und PDF-Dateien auf Slideshare veröffentlicht. Und ganz zum Schluss wurde schließlich eine Fan-Seite auf Facebook eröffnet und versucht, dort sogenannte „Freunde“ für die Nachrichten aus dem Hause Sage zu gewinnen.

Alles in einem Kanal gebündelt: Der Sage Social Media Newsroom
Um nicht die Übersicht über alle angebotenen Kanäle und Kommunikationsforen zu verlieren, wurde schließlich im Herbst 2009 auf der Website www.sage.de/socialmedia ein eigener Social Media Newsroom online gestellt. Auf dieser Website finden sich neben zahlreichen Links zu den verschiedenen Sage-Angeboten auf Twitter, Facebook, und Co. weiterer Content für „Online-Reporter, die Blogosphäre und die Web 2.0 Welt“, wie es in der Überschrift auf der Website heißt.

Zudem steht ein Blogroll zur Verfügung, die auf interessante Blogs in der IT-Branche verlinkt. Ein RSS-Feed bietet Inhalte von der Sage-Seite zum Einbinden in einen RSS-Reader oder eine Website. Und ein „Add-This“-Button ermöglicht die Verlinkung des Newsrooms auf mehr als 300 Social-Media-Plattformen. Zudem erscheinen neben den Kontaktdaten der Sage-Pressestelle die aktuellsten Twitter- und Facebook-Nachrichten sowie die neuesten Sage-Videos auf YouTube in einem eigenen Fenster auf der Seite. Darüber hinaus gibt es eine sogenannte Begriffswolke (Tagcloud) eine Übersicht über die verlinkten Themen auf der Social-Bookmarking-Plattform delicious. Weitere Links führen zu diversen Kundengruppen auf XING.

Social Media bei Sage: Erste Ergebnisse und Ausblick
Betrachtet man die Ergebnisse, die das durchaus beachtliche zeitliche Engagement in die neuen Kommunikationskanäle dem Unternehmen gebracht hat, so lassen sich für Sage einige wichtige Ergebnisse daraus ableiten:

  • Twitter bringt Traffic: Twitter hat sich mit rund 1.100 Followers inzwischen unter den Top-10 der auf die Sage-Homepage verweisenden Websites (referring links) etabliert.
  • Bewegtbild-Kommunikation ist in: Mehr als 3000 Besucher der Sage YouTube-Plattform innerhalb eines Jahres bei nicht einmal 20 hochgeladenen Filmen ist ein bemerkenswertes Ergebnis, wenn man bedenkt, dass die Inhalte ebenfalls recht produktlastig sind.
  • Facebook ist in der mittelständischen B2B-Kommunikation noch keine Größe: Für Sage spielt Facebook aktuell keine Bedeutung. So konnten in rund einem Jahr nur etwa 100 Fans auf der Facebook-Unternehmensseite gewonnen werden, darunter hauptsächlich Mitarbeiter und Partner.

Auszüge aus:
Jörg Wassink, Presseprecher der Sage Software GmbH, veröffentlichte dieses Best Practice in „Online Relations – Leitfaden für moderne PR im Netz“ von Dominik Ruisinger. Der Autor präsentiert einen Leitfaden, praktisch durch Beispiele und Checklisten dargestellt, der in die Grundlagen einer modernen Online-PR einführt. Auch durch Best Practices werden Einblicke in die reale Projektarbeit gegeben.
2. Auflage, 2011, Schäffer-Poeschel Verlag, 293 Seiten, ISBN: 978-3-7910-3066-1



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