Werbung verliert, Marketing erodiert, PR gewinnt





Werbung verliert, Marketing erodiert, PR gewinnt





21.03.2019

Werbung verliert, Marketing erodiert, PR gewinnt

Was bis vor kurzem schwer vorstellbar war, zeigt eine neue Studie des Faktenkontors sehr deutlich: Die Werbung verliert an Relevanz zu Gunsten von Marketing und Pressearbeit. 69 Prozent der Topentscheider aus großen deutschen Unternehmen sehen eine wachsende Bedeutung des Marketings in den nächsten drei Jahren. In der Pressearbeit sind es 61 Prozent und in der Werbung nur bescheidene 23 Prozent.


Die Topmanager glauben nicht mehr an die Wirkung der Werbung in ihren Zielgruppen. Aus ihrer Sicht ist die Pressearbeit am besten geeignet, Mitarbeiter, Finanzmarkt und wichtige Multiplikatoren zu erreichen und zu beeinflussen. Bei Kunden sehen sie das Marketing vorne. Das ergibt die Studie „Werbung verliert, Marketing erodiert, PR gewinnt“ des Faktenkontors mit dem WELT-Entscheiderpanel.

Obendrein wird die Budgeteffizienz der Werbung kritisch gesehen. Hier siegt das Marketing, dicht gefolgt von der Pressearbeit. Deutlich abgeschlagen ist die Werbung, der nur noch jeder fünfte Topmanager die höchste Budgeteffizienz attestiert.

Werbung hat im Lösen wichtiger kommunikativer Herausforderungen nur noch eine nachrangige Bedeutung. Ob neue Medien wie Facebook oder Twitter, Erobern neuer Märkte oder das Verhindern von Vertrauensverlust bei Kunden – nirgendwo wird Werbung als Lösung gesehen. Hier gibt es eine klare Zweiteilung: Umsatzbezogene Herausforderungen sind aus Sicht der Befragten eher eine Sache des Marketings. Für Reputation ist die Pressearbeit zuständig.

Es ist allerdings eine Trendwende zu erkennen. Die Unternehmen, die in der Kommunikation erfolgreicher sind als der Wettbewerb, setzen deutlich stärker auf Pressearbeit. Gleiches gilt für große Unternehmen.

Sie reagieren auf die geänderte Mediennutzung: Internetbasierte Medien werden von End- und Geschäftskunde immer stärker genutzt. Damit einher gehen zwei Effekte: Eine Information wird nicht mehr an die Zielgruppe herangetragen, sondern die Zielgruppe entscheidet selbst, was sie liest. Außerdem nimmt die Interaktion mit den Zielgruppen durch Social Media zu.

Autistische Kommunikationsansätze – „Ich sage Dir, warum mein Produkt so toll ist.“ – verlieren damit an Wirkung. Dieser Trend stärkt die Pressearbeit, die traditionell auf die Fragen gepolt ist, was den Leser bewegt und damit den Journalisten interessiert. Kurz: Das Denken aus der Perspektive des Kunden gewinnt kontinuierlich an Bedeutung.

Die Unternehmen, die in der Kommunikation besser aufgestellt sind als der Wettbewerb, haben bereits begonnen, ihre Kommunikationsmaß-nahmen umzugewichten. Je besser die Kommunikation eines Unternehmens ist, desto höher ist der PR-Anteil – und desto höher ist der Beitrag zum Unternehmenserfolg.

Die Topmanager sind sehr zufrieden mit der Kommunikationsleistung ihres Unternehmens. 93 Prozent beurteilen die Kommunikation mit ihren Kunden als sehr gut oder eher gut. Bei Mitarbeitern sind es 82 Prozent.

Die Güte der Kommunikation wirkt sich spürbar darauf aus, wie gut Kunden und Mitarbeiter erreicht werden: Wer sich in der Kommunikation schlechter aufgestellt sieht als der Wettbewerb, erreicht um 10 Prozentpunkte schlechter seine Kunden. Bei Mitarbeitern sind es sogar 20 Prozentpunkte.


Hans-Jörg, 21 Mar 2013, 18:40 Uhr

Meiner Meinung nach wird hier ein entscheidender Fehler gemacht: PR wird mit Pressearbeit gleichgesetzt. Also Pressearbeit = PR.

Das ist falsch. Pressearbeit ist ein Teil der PR, aber längst nicht alles. Was ist mit Event-PR, Messe-PR,Tage der offenen Tür, Roadshows, Social PR…



werner, 22 Mar 2013, 08:00 Uhr

Die etwas unklare Verwendung der Begriffe beginnt ja schon bei der Headline… Werbung (Promotion) ist ja Teil des Marketings, ich denke, die (im Übrigen ja zutreffenden Aussagen) sind eher in Pressearbeit (inkl. Social Media), Vertriebskommunikation und klassische Werbung zu trennen



katja, 22 Mar 2013, 08:24 Uhr

Sie sind im 90er-Jahre-Fehler-Suche-Modus, werte Herren. Dieser Modus ist kleinlich, altbacken und lenkt von der Essenz ab. Dabei ist es auch einerlei, ob Sie vollkommen Recht haben oder Sie sich von Ihrem Fachwissen täuschen lassen.



Martin, 22 Mar 2013, 08:25 Uhr

Ganz meine Meinung! In diesem Artikel werden die Bedeutungen der Begriffe Werbung, Marketing, PR, Pressearbeit und Kommunikation völlig vernebelt. Werbung ist Teil des Marketings; genauer der MarketingKOMMUNIKATION (Promotion). PR besteht nicht nur aus Pressearbeit sondern u.a. auch aus Public Affairs, Interner Kommunikation und Investor Relations. PR ist in Form von Produkte-PR auch Teil der Marketingkommunikation. Und was genau meint der Autor mit dem völlig allgemeinen Begriff "Kommunikation" am Ende des Artikels?? Kommunikation betrifft jede Disziplin..und in den Sozialen Medien unterliegen die verschiedenen Kommunikationsdisziplinen sowieso wieder völlig neuen Gesetzmässigkeiten. Also alles in allem entweder ein sehr ungenauer Text oder eine sehr komische Studie.



Reinhard, 22 Mar 2013, 08:47 Uhr

Hat keinen Sinn, sich mit "Formalien" aufzuhalten. Grundsätzlich ist es ja richtig und verdienstvoll, das Spannungsverhältnis von Werbung und PR zu thematisieren. Problem sehe ich hier allerdings in der Oberflächlichkeit der Argumentation: Viele Allgemeinplätze, denen man zustimmen kann oder nicht. Je nachdem, auf welcher Seite man steht. Hilfreich wäre, wenn die hier so zahlreich versammelten "Annahmen" und "Behauptungen" durch Fakten gestützt wären – "eine neue Studie des Faktenkontors" als höchst nebulöse Quelle anzugeben, ist schlicht "Guttenberg". Wer sich als Öffentlichkeitsarbeiter gegen die Werber kompetent absetzen will – was nun wahrlich nicht schwierig ist – sollte da schon etwas mehr seriöse Recherche und empirisch gesicherte Faktenunterstützung liefern. Dann ist die Chance doch etwas größer, seinen eigenen Vertrieb durch höhere Akzeptanz von außen zu stärken :-)))



Andreas, 22 Mar 2013, 09:18 Uhr

Der Text ist gut, wenn er sich an Unternehmen richtet, schließlich ist Faktenkontor mit PR groß geworden. Da gibt es natürlich ein Interesse daran, PR zu den Gewinnern zu zählen. Für ein Fachpublikum ist der Text schwach, das stimmt. Immer an den Leser denken!



Gabriele, 22 Mar 2013, 09:33 Uhr

Erstaunlich, wie rasch sich die Werber auf einen Artikel einschießen, der nicht bestätigt, dass Reichweite alleine zum Unternehmenserfolg führt. Ich verstehe die Begriffe so,dass mit Werbung die klassischen Tools wie Print, Plakat und TV/Radio gemeint sind, also Marktschreierei, die in der heutigen Kommunikationswelt nicht mehr den überragenden Stellenwert haben. ‚Geldwertes Verhalten‘, also Kaufentscheidungen, Wahl meines Arbeitsplatzes, Aktienkauf, etc. erfolgt immer mehr auf Grund des Vertrauens in ein Unternehmen/Produkt. Und Vertrauen bzw. die Kehrseite Reputation können nur durch den Dialog in (Social) Medien aufgebaut werden – eine Aufgabe der PR!



Hakan, 22 Mar 2013, 09:40 Uhr

Man muss es schon nüchtern betrachten:
PR ist eine Teil-Disziplin innerhalb des Marketing-Mix. Ohne Marketing keine PR. Die "Werbung" profitiert von der PR und umgekehrt. Insofern kann man diese Untersuchung schon aushebeln, wichtig ist jedenfalls, dass die Disziplin allmählich verstanden wird und in den Köpfen der Entscheider erfreulicherweise wohl angekommen ist.



Petra, 22 Mar 2013, 15:08 Uhr

Oh je Hakan. Diese Betrachtung ist nicht richtig. PR ist keinefalls eine Teil-Disziplin vom Marketing – Mix. Klares nein. Und die Aussage ohne Marketing keine PR ist ebenfalls faktisch falsch. Pressearbeit und das mehrmals bereits genannte Instrumentarium der PR kann sehr gut ohne Marketing (Werbung, Anzeigen etc.) exisiteren. Die Ziele dieser beiden Richtungen sind schon sehr verschieden. Information, Vertrauen, Dialog auf der einen Seite und das direkte Ziel des Verkaufens auf der anderen. Sorry. Wo kommt denn diese Einschätzung der Teil-Disziplin her?



Sabrina, 25 Mar 2013, 11:15 Uhr

Liebe Leute! Dass dieser Beitrag kein wissenschaftlicher Fachartikel ist, ist jawohl allen klar, die sich tiefergehend mit dem Thema Kommunikation (Marketing, Werbung, PR) befassen. Hier soll lediglich ein Trend, der erkennbar ist, kurz wiedergegeben werden. Daher vermute ich die eher allgemeine Darstellung – auch in der Headline. Gabriele hat es ganz gut erkannt. Wir sollten also nicht zu kleinkariert sein, sondern eher ein wenig abstrakter denken können. Das ist eine Fähigkeit, die uns Kommunikatoren zugrunde liegen sollte. Frohe Ostern!



Irina, 22 Jul 2013, 06:02 Uhr

es el em aprum Kanadayum. u ahavor kartuom em Hayastany uxxaki amen mard uni ira immigration patmutyuny i dep asem es stex Hayastani masin vat xosacox hayeri het chem shpvum, nerveris azdum en :Smek el angragetnern en nerveris azdum, vor erku bar chgiten angleren, ekel en stex hazar sterov, u hly inch vor ban en asum Hayastani masin. bayc jishtn asac tenc mardkanc tesnum, uraxanum em, vor Hayastanum chen, bayc kan mardik, vor kuzenai Hayastanic chgnayin (im yntaniqy neraryal)



Hnin, 26 Jul 2013, 15:13 Uhr

Idealerweise verste4rkt sich dieesr Prozess hwseselceitig:Sobald Kunden, die fcber das Internet akquiriert wurden zufrieden mit der Leistung des Anbieters sind, ist ffcr diese die Hfcrde zum Abgeben einer Bewertung im Web auch nicht mehr hoch. Viele Bewertungen bedeuten wiederum viel individueller Content auf dem Firmenprofil, was zu besseren Rankings bei Google ffchrt, was automatisch in noch mehr Kontakten potenzieller Neukunden resultiert!



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